Das Symbol

Bei einem Besuch einiger Quysthali auf einem Markt kommt es zu einer interessanten Begegnung: ein Händler bietet dort mit Symbolen verzierte Steine an.

 

anhaengerEs waren Sandsteine, der Farbe nach, sie waren flach und hatten unterschiedlichste Formen. Jeder hatte ein Loch, mit dem sie an den Holzstiften hingen, das aber eigentlich dafür gedacht war, dass man ein Lederband hindurch zog um sich den Stein um den Hals zu hängen.
»Ich sammle diese Steine aus einem Flussbett ganz in der Nähe, wo ich wohne«, erzählte der Mann, »und dann bearbeite ich sie. Ich sehe mir jeden Stein an und entscheide spontan, für welches Motiv er geeignet ist. Deswegen sind die Motive so vielfältig.«
In der Tat waren es eine Menge Motive, da gab es nordische Runen, Sternzeichen, Spiralen und Ähnliches. Während Athina sich die einzelnen Stücke ganz genau besah, war Thorolf ein Stein ins Auge gefallen. Dieser hatte eine nach oben gerichtete Spitze, ähnlich einem Dreieck, aber die Basis beschrieb einen Bogen. In diesen Stein war ein Motiv graviert, das er nicht kannte, das ihn aber ansprach. Es war ein Kreis, der in der Mitte einen Punkt hatte. Kreuzförmig angelegt waren in die Innenseite des Kreises Halbkreise gezeichnet, in denen sich wiederum jeweils ein Punkt befand.
»Ah«, sprach der Mann ihn an, »hast Du etwas gefunden? Kennst Du das Symbol? Man fand es beispielsweise in Galazien an alten Kultstätten. Siehst Du, der Punkt in der Mitte, das ist der Mensch. Um ihn herum, kreuzförmig angelegt, sind die vier Elemente, Feuer, Wasser, Erde und Luft. Sie bedrängen den Mensch, aber sie bilden auch einen Kreis um ihn und beschützen ihn auf diese Weise.«

 

aus dem Buch „Quysthali – Buch 1. Eine Heldenreise