Die Quysthali

Die Quysthali sind eine Gemeinschaft von Menschen, die sich einer Aufgabe verschrieben haben. Diese Aufgabe zu beschreiben, ist nicht sehr einfach, denn sie ist sehr vielfältig, die Quysthali sind Berater, Denker, Philosophen, Forscher, Helfer … An sie können sich Menschen wenden, wenn sie Probleme haben oder sonst nicht mehr weiter wissen. Aber auch Gruppen von Menschen können sich an sie wenden, oder Gemeinden, Länder, Staaten, ja sogar Staatenbündnisse. Die Quysthali sind neutral. Sie beobachten und beurteilen, aber sie verurteilen nicht. Sie geben Rat, aber sie drängen sich nicht auf.

Der erste der Quysthali, der Gründer, ist ein Mann mit Namen Jin ‚Enom. Er war Kaufmann, bis es zu einem einschneidenden Ereignis in seinem Leben kam und er erkannte, dass er so nicht weitermachen konnte. Er wollte etwas tun für die Menschen und diese Welt. Also gründete er die Gemeinschaft.

Die Quysthali haben auch so etwas wie eine „Zentrale“, es ist dies das Schloss Rosenegg, das früher einem alten Adelsgeschlecht gehörte, doch die mussten es im 20. Jahrhundert aus finanziellen Gründen abgeben. Schloss Rosenegg liegt etwa 200 Meter vom Nordufer des Überlinger Sees, einem Teil des Bodensees, entfernt, zwischen Sipplingen und Überlingen. Vom großen Turm des Schlosses hat man einen herrlichen Ausblick auf die Umgebung und die relative Entfernung zu großen Städten sorgt für eine angenehme Ruhe. Und Menschen, die hierher kommen, um die Quysthali zu besuchen, suchen meist nach Ruhe. Auf Schloss Rosenegg finden Veranstaltungen für jedermann statt, aber hier werden auch die Adepten ausgebildet, die vollwertige Mitglieder der Gemeinschaft der Quysthali werden wollen.

 

Die Aufgabe der Quysthali

Da die Aufgabe, der die Quysthali folgen, sie manchmal in gefährliche Gebiete bringt, ist es wichtig, dass ein Schüler der Quysthali die Selbstverteidigung beherrscht, sowohl mit seinen bloßen Händen, als auch mit Waffen. Das zweite, was ein Schüler beherrschen muss, ist die internationale Sprache Esperanto, denn die Gemeinschaft setzt sich aus Menscher aus der ganzen Welt zusammen, die viele verschiedene Muttersprachen haben. Je nach Begabung steht es dem Adepten frei, sich in neben den Grundkursen in anderen Dingen zu bilden, Philosophie, Rechtswissenschaft, Medizin – die Liste ist endlos.

Wer einem Quysthali begegnet, der wird denken, jener käme aus einer anderen Zeit. Denn das lange Gewand des Quysthali, der Kursit, wirkt sehr mittelalterlich. Über dem Kursit tragen die Quysthali lange Mäntel mit Kapuzen, darunter einfache Kleidung, meist aus ungefärbter Baumwolle. Außer der Einschränkung, dass die Farben nicht allzu grell sein sollten, gibt es bei der Farbgebung der Kleidung keine Vorschrift. Da es auch Quysthali gibt, die sich in dunklen Farben kleiden, werden diese manchmal mit Mönchen verwechselt.

Doch was den Glauben betrifft, so gibt es keine Vorgabe bei den Quysthali. Der Glaube ist etwas zu individuelles, als dass man jemanden in dieser Hinsicht Vorschriften machen könnte. Die Quysthali verstehen sich von daher nicht als Religionsgemeinschaft. Ihre einzige Lebensregel lautet, Achtung vor dem anderen zu haben, was er tut und was er leistet, egal mit welchem Namen er den großen Geist des Universums bezeichnet oder wenn er an dessen Existenz gar nicht glaubt.